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Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Baden-Württemberg.

Aktuelles

Fachtagung (28. – 29.11.): Professionell gegen Gewalt arbeiten – Prävention sexualisierter Gewalt an Jungen* im Kontext der männlichen* Geschlechterkonstruktion

Die von der LAG Jungenarbeit BW e.V., der Bundesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit und dem Paritätischen Jugendwerk organisierte Tagung  setzt Schwerpunkte zu einem wichtigen und viel zu lang verdeckten Thema. In den letzten Jahren gelingt es zwar zunehmend, sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen öffentlich zu machen und über Schutzmöglichkeiten nachzudenken. Weniger offen wird allerdings das Thema geschlechterbezogen jenseits stereotyper Bilder aufgearbeitet. Mit der Tagung werden Referierende, wie Dr. Cornelia Helfferich (Evang. Hochschule Freiburg), Bernard Könneke (dissens Berlin), Dr. Tina Spies (Uni Potsdam) und Dr. Peter Mosser (KIBS München) in Vorträgen und zahlreiche weitere Fachpersonen in Workshops sich den unterschiedlichen Fassetten des Tagungsthemas annähern und dabei konstruktiv und geschlechterbezogen über bestehende Bilder hinaus, unterschiedliche Dimensionen sexualisierter Gewalt für alle Geschlechter besprechen. Die Tagung richtet sich an Fachkräfte aller Geschlechter. Eine Einführung wird am ersten Tag Dr. Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, geben.

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Modellprojekt Yezidische Jungs geht in die nächste Phase

Mit dem ersten „nature bound“ – einer erlebnispädagogischen Freizeit, die vom 29.06. – 01.07.

stattfand, ist das Projekt in seine zweite Phase getreten. Auf der dreitägigen Freizeit am Waldtor nahe Heimsheim konnten über zwanzig yezidische männliche* Geflüchtete zwischen 12 und 19 Jahren aus unterschiedlichen Orten, Abstand zu ihrem Alltag gewinnen, sich untereinander besser kennenlernen, neue Seiten an sich entdecken und mit Fachmännern* aus ihren Wohnorten, die sie künftig bei ihren Anliegen begleiten werden, in einen vertrauensvollen Kontakt eintreten. Übernachtet wurde in Tipis oder im Freien, das Lagerfeuer und der Bach, aber auch der Essensplatz an einem Unterstand waren zentrale Treffpunkte. Ein besonderes Highlight lieferte das Bogenschießen, das – pädagogisch angeleitet – auch als Metapher für die eigene Zukunftsplanung stand. Diese Zukunftsarbeit wurde in einem kleinen Anspiel von Teamern vorbereitet und mit den Jugendlichen in einer Kleingruppenarbeit vertieft. Mitmännliche* Begleitung ist ein Ansatz der Jungenarbeit, der auch Grundlage der Freizeit war. Die Teamer hatten sich vor der Freizeit daher in einem Workshop mit Geschlechterkonzepten und eigenen Zugängen zu männlicher* Performanz auseinandergesetzt.

[Fotos nature bound]        [Fotos Anleiter-Workshop]

Auftakt der VII. Weiterbildung zum Jungenarbeiter* in Karlsruhe

Am 18. Juni 2018 starteten 15 männliche* Fachkräfte mit der neu aufgelegten und inhaltlich überarbeiteten Weiterbildung der LAG Jungenarbeit BW. Die Teilnehmenden kommen aus vielen Regionen quer durch Baden-Württemberg, von Teningen im Südwesten, über Herrenberg, Pforzheim und Heidelberg bis Schwäbisch Hall im Nordosten des Ländles. Sie arbeiten in unterschiedlichen sozialpädagogischen Berufsfeldern wie dem HzE-Bereich, der Offenen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit. Aber auch beraterische und erlebnispädagogische Aufgabenbereiche sind vertreten. Berufserfahrungen, die aktiv in die Weiterbildung eingebracht werden, spielen eine wichtige Rolle in der praxisbezogenen Ausrichtung der Qualifikationsreihe.  Fachliche Inputs qualifizierter Referierender, wie Olaf Jantz (transkulturelle Jungenarbeit) und Dr. Reinhard Winter (Jungengesundheit) sorgen für die besondere Qualität der Weiterbildung. Den Auftakt im zweiten Modul wird Benjamin Götz, qualifizierter Jungenarbeiter* der LAGJ sowie Erlebnis- und Medienpädagoge mit Lehraufträgen an der HS Esslingen und der KVJS Fachschule Bildungszentrum Schloss Flehingen, machen. Er wird das Thema: „Geschlechterbezogene Ansätze in der pädagogischen Arbeit mit Medien“ praxisnah bearbeiten. Weiter

Erkenntnisgewinn und Spaß beim Workshop „Jungenarbeit trifft Sexualpädagogik“.

Die LAG Jungenarbeit Baden-Württemberg hatte eingeladen und 17 Fachkräfte waren am 04.06. ins Karlsruher Jugendhaus Südwest gekommen, um gemeinsam mit Sandro Dell’Anna, Referent der LAG Jungenarbeit NRW, ein kreatives und neuartiges sexualpädagogisches Material- und Methodenset auszuprobieren bzw. auf seine Nutzbarkeit für die sexualpädagogische Arbeit mit Jungen* zu überprüfen. Das Besondere war dabei der kenntnisreiche Bezug auf Jungen* zwischen 14 und 21 Jahren und ihre Fragen, Anliegen und Bedürfnisse. Entwickelt worden war das Set in einer intensiven Erprobungsphase mit Jungengruppen und Fachkollegen* in NRW.

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LAGJ begrüßt vier neue Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung 2018

Im Weissenburg Zentrum LSBTTIQ Stuttgart versammelten sich  am 17. Mai 2018, dem internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, Vorstand, Ausschuss und Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit BW e.V., die insgesamt 18 Institutionen vertraten, zur Jahreshauptversammlung 2018. Dabei konnten 4 neue Mitglieder, der Internationale Bund Baden, der Jungenarbeitskreis der AGJF im Landkreis Karlsruhe, die Abteilung Erziehungshilfen mit ihrem Arbeitskreis Jungenarbeit im Jugendamt der Stadt Stuttgart sowie Kai Berger aus Filderstadt, als Einzelmitglied, aufgenommen werden. Die LAGJ freut sich  über die wachsende Beteiligung und begrüßt die neuen Mitglieder sehr herzlich. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine Zukunftswerkstatt der Jungenarbeit statt, bei der sich die 25 Teilnehmer*innen mit der Frage befassten, wohin Jungenarbeit in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und damit verbundener Herausforderungen steuert.  Dokumentation Zukunftswerkstatt

[Fotostrecke MV]       [Fotostrecke Zukunftswerkstatt]

VII. Weiterbildung zum Jungenarbeiter* – Differenz- und geschlechterbewusstes Handeln mit Jungen* und jungen Männern* (Start: 18.06.)

Die von der  LAGJ bereits mehrfach angebotene und nun aktualisierte Qualifikation wird interessierten Fachmännern* fachliches Handwerkszeug, Arbeitsweisen und intersektionale Grundlagen für die pädagogische Arbeit mit Jungen* und männlichen* Jugendlichen vermitteln. Neben bewährten Trainern* wurden drei neue Trainer*innen gewonnen und die Inhalte, z.B. in den Bereichen Gesundheit, neue Medien, Vielfalt der Geschlechter und Arbeit mit geflüchteten Jungen*/jungen Männern* überarbeitet bzw. erweitert. Für Fachkräfte in Teilzeit oder mit geringem Verdienst kann eine Bildungsprämie beantragt werden. Am Thomashof, Karlsruhe-Durlach beginnt das erste Modul am 18.06.2018.

[Flyer]       [Anmeldebogen]

Multiplikatoren* für unser Modellprojekt „Yezidische Jungs in BW“ gesucht

Gemeinsam mit der Fach- und Beratungsstelle Extremismus INSIDE OUT und der Präventions- und Beratungsstelle für Jungen* und junge Männer* JUNGEN IM BLICK suchen wir geeignete Multiplikatoren*, insbesondere qualifizierte Jungenarbeiter* und männliche* Fachkräfte der geschlechterbewussten (sozial-)pädagogischen Arbeit, die im Rahmen eines Modellprojekts die  geschlechterbewusste fachliche Begleitung von besonders schutzbedürftigen männlichen* Jugendlichen an verschiedenen Orten B-Ws sicherstellen. Informationen zum Projekthintergrund und Arbeitsansatz, sowie zu Chancen und Erwartungen finden Interessierte in einem Faltblatt.

ZUM FLYER

Aktuelle Workshops der LAGJ im ersten Quartal 2018

Auch im Jahr 2018 konzipiert die LAGJ neben der wegweisenden Weiterbildung zum Jungenarbeiter* (mit 7 Modulen) Einzel-Workshops für Einsteiger*innen und Interessierte an Einzelfragen der Jungenarbeit. Am 12. März wird in Stuttgart der bereits 2017 mit großer Resonanz durchgeführte Workshop „Brauchen Jungen* klare Ansagen?“ mit Reinhard Winter wiederholt. Am 19. März bieten wir in Karlsruhe in Kooperation mit dem dortigen Stadtjugendausschuss den Workshop „Jungenarbeit trifft Sexualpädagogik“ an. Beide Workshops sind bereits ausgebucht. Eine Warteliste wurde eingerichtet.

[Klare Ansagen]      [JA trifft Sexualpädagogik]

Klare Antworten beim Workshop „Brauchen Jungen* klare Ansagen?“ am 23.10. 2017

Offensichtlich wollen sehr viele Fachkräfte erleben, DAS und WIE eine professionelle Beziehung mit Jungen* im Arbeitsalltag gelingt und was mit dem eigenen Handeln, noch mehr aber mit der eigenen Haltung dazu beigetragen werden kann. Denn der Workshop am 23.10. war ausgebucht und die Nachfrage so groß, das die LAGJ diesen wiederholen wird. Diejenigen, die das Glück hatten, den Referenten Reinhard Winter zu erleben, erhielten keine vorgefertigten Antworten, aber vielfältige Überlegungen zu Anforderungen an eine gute Autorität. Diese entwickelte er nicht nur in Präsentationen, sondern in vielen interaktiven Aufgaben gemeinsam mit den Teilnehmenden. Das ermöglichte die eigene Beteiligung, ließ Fragen an das konkrete Handlungsrepertoire und an die Erfahrungen der Teilnehmenden zu und führte zu Angeboten für vielfältige Erweiterungen eines aus der Mode geratenen Autoritätskonzepts. Klar wurde auch, dass Autorität eine doppelte geschlechterbezogene Dimension hat: zum einen die der Autoritätsperson – als Frau* bzw. als Mann* – und zum anderen die des Jungen* in seinen Männlichkeitsinszenierungen. Diese Realität stand im besonderen Fokus des Workshops. Wer Reinhard Winter und sein langjährig durchdachtes und durchlebtes Konzept für eine autoritative Haltung kennenlernen möchte, kann sich über die LAGJ zum nächsten Workshop am 12. März 2018 anmelden.

[Fotostrecke WS „Klare Ansagen“]

[Flyer „Klare Ansagen“]

Gelungener Einführungs-Workshop Jungenarbeit für rumänische Fachkräfte mit AHA-Effekten

Rumänische Gäste und ihre Begleiter*innen vom Paritätischen Jugendwerk erlebten am 17.10. 2017 einen vollgepackten Einführungstag in theoretische Hintergründe und gelingende Praxis der Jungenarbeit. Den positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden konnten die Kollegen von Jungen im Blick, Antihelden* und LAGJ, die den Workshop gestalteten, entnehmen, dass die rumänischen Kolleg*innen Lust auf eine Fortsetzung haben. Einfühlsam seien schwierige Inhalte vermittelt worden, die sonst oft mit der Holzkeule vorgesetzt werden würden, so die Rückmeldung eines Teilnehmenden. Ein anderer bedauerte, Jungenarbeit in der eigenen Biographie nicht früher erlebt zu haben. Mit vielen fachlichen Anregungen im Gepäck, reisten die Fachkräfte aus Bukarest, Cluj und Sibiu in ihren Arbeitsalltag zurück. Spaß gemacht hat es noch dazu, was auch einige der Fotos belegen.

[Fotostrecke WS rumänische Gäste]