Projekte

„Yezidische Jungs“ in Baden-Württemberg 

Projektlaufzeit: September 2019 – August 2021

Im Zuge des „Sonderkontingents für besonders schutzbedürftige Frauen* und Kinder aus dem Nordirak“ hat das Land Baden-Württemberg eintausend Personen aufgenommen und in Kommunen untergebracht. Durch die genozidalen Angriffe des IS auf die Yeziden sind vor allem Ehemänner und Väter ermordet worden. Gerade den zum Zeitpunkt der Aufnahme mehr als 300 männlichen* Minderjährigen – davon 190 zwischen 12 und 17 Jahren – fehlten daher männliche* Bezugspersonen, an denen sie sich orientieren können. Hier setzt das Modell-Projekt an. Es fördert die Stärkung von besonders schutzbedürftigen männlichen* Jugendlichen und die Vermittlung positiver Männerbilder. Dafür werden Multiplikatoren* fachlich qualifiziert und begleitet. Ziel des Projekts ist es weiterhin, die Integration der männlichen* Kontingentflüchtlinge aus dem Irak in die Aufnahmegesellschaft zu fördern und dabei Selbstbestimmung, sowie eigene Interessensvertretung zu stärken. Empowerment im Bereich eigener Rechte, aber auch die Reflexion von Geschlechter-, Diskriminierungs- und Gewaltverhältnissen sind wesentliche Projektbereiche. Umgesetzt wird das Projekt von InsideOut, LAGJ BW, Jungen im Blick, ajs und tgbw.