Fort- und Weiterbildungen

Veranstaltung aufgrund der aktuellen Lage abgesagt!

Queer Trans* Divers?

Geschlechtliche Vielfalt und sexuelle Orientierung in der pädagogischen Arbeit mit Jungen*

27. April 2020 in Schwäbisch Gmünd

Sexuelle und geschlechtliche Diversität verunsichern Eltern und Fachkräfte in ihren heteronormativ geprägten Glaubenssätzen und Erziehungskonzepten. Davon beeinflusst werden Kinder in ihrer sich spielerisch entwickelnden Geschlechtsidentität oft eingeschränkt. Von der Norm abweichende Geschlechterinszenierungen werden nicht selten diskriminiert. Besonders kompliziert wird es dann, wenn Geschlechtsmerkmale uneindeutig sind oder biologisches und soziales Geschlecht auseinanderfallen. Viele Eltern sind überfordert und Fachkräfte wenig qualifiziert, insbesondere im adäquaten Umgang mit trans*- und inter*geschlechtlichen Kindern und Jugendlichen, sowie allen, die sich nicht geschlechterkonform verhalten. Damit können sie Kindern im LSBTTIQ-Spektrum kaum partnerschaftlich und unterstützend begegnen.
Hier setzt der Workshop an und möchte neben der wissensbasierten Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sowie pädagogischen Hinweisen auch praktische Entlastung von geschlechterbasierter Normenkonformität anbieten, die zu einem entspannten, konstruktiven und nicht-diskriminierenden Umgang mit Kindern aller Geschlechter in den unterschiedlichen Phasen des Heranwachsens führen wird.

Mit kleineren theoretischen Inputs und aktivierenden Übungen werden die Teilnehmenden bei ihren Erfahrungen und normativen Vorstellungen abgeholt. Es bleibt Platz für Fragen und das Einbringen eigener Praxisbeispiele.

Flyer Queer Trans Divers

 

VERLEGT IN 2021

Fachtag „Fremde Jungs*“

Alles ganz Anders? – Geschlechterbewusste Arbeit mit männlichen* Geflüchteten

Was können Fachkräfte dazu beitragen, um Aspekte unterschiedlicher Zugehörigkeiten mit Entwicklungschancen für junge männliche* Geflüchtete zu verbinden?
Dieser Leitfrage wird sich der Fachtag aus mehreren Perspektiven annehmen. In einem ersten Vortrag wird Bernd Holthusen (Deutsches Jugendinstitut) Lebenslagen junger
männlicher* Geflüchteter, sowohl unbegleitete minderjährige Geflüchtete (UMGs) als auch begleitete, auf der Grundlage einer Studie, die die Perspektiven der Geflüchteten in den
Mittelpunkt stellt, beschreiben.
In einem zweiten Vortrag von Prof. Harry Harun Behr (Universität Frankfurt/M.) soll der muslimische Hintergrund vieler Geflüchteter zum Thema werden. Er wird erhellen, welche Geschlechterbotschaften sich aus dem Islam ableiten
lassen, aber auch, welche Fremdzuschreibungen Menschen aus einer muslimisch geprägten Kultur unterstellt werden und wie sie damit umgehen. In 3 Workshops wird es dann praxisbezogen um weitere geschlechterspezifische Zugänge
zur eigenen Professionalität bzw. zum eigenen professionellen Handeln gehen (vgl. Workshopbeschreibungen im Flyer).
Abschließend sollen Erkenntnisse und Fragestellungen aus Vorträgen und Workshops mit Referierenden und den Teilnehmenden kritisch vertieft werden.

Flyer Fachtag „Fremde Jungs*“

 

 

Veranstaltung aufgrund der aktuellen Lage abgesagt!

Workshop „Im Kampf um die eigene Männlichkeit*“

Gewaltprävention in der Arbeit mit Jungen*/Jungenarbeit durch Kampfkunst

19.Juni 2020 in Esslingen a.N.

Eine innovative Kombination aus Jungenarbeit, Kampfkunst und Präventionsarbeit!

Was ist männlich*? Müssen Jungen* kämpfen? Ist Kampf immer Gewalt? Wie kann Kampfkunst pädagogisch und präventiv in der Jungenarbeit eingesetzt werden? Anhand der Kampfkunst Ju-Jitsu, welche auf dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ beruht, werden wir diesen Fragen nachgehen.

Die Kampfkunst Ju-Jitsu bietet  ein erlebbares Prinzip, das sich sehr gut zur Vermittlung von Werten und Inhalten eignet und viele Übertragungsmöglichkeiten bietet. Der Fokus dieser Herangehensweise liegt auf der praktischen Durchführung von Übungen, Spielen und Techniken. Bezeichnend ist der Wechsel von körperlicher An- und Entspannung. Die Junge*n sollen sich bewegen, spielen, auspowern und immer wieder zu Ruhe finden und sich entspannen. So wird auch das eigene Körpergefühl und damit die Beziehung zum eigenen Körper ausgebaut. Der Tag besteht aus mehreren inhaltlichen Bausteinen, die modular genutzt und an die Gruppe angepasst werden können. Die Übungen werden durch Verhaltensregeln der Kampfkunst sowie rituellen Umgangsformen gerahmt. Das Konzept ist jahrelang in Jugendarbeit und Schulsozialarbeit praxiserprobt.

Es sind keine Vorkenntnisse oder eine besondere Sportlichkeit erforderlich.

Zielgruppe: Jungenarbeiter*, Fachkräfte der Jugend(-sozial)arbeit, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Sportleiter*innen

Flyer Workshop „Im Kampf um die eigene Männlichkeit*“

Digitale Jungs! – Genderbewusste Medienpädagogik in der Arbeit mit Jungen* /Jungenarbeit

Veranstaltung ist ausgebucht! Keine weitere Anmeldung möglich!

Ein Praxis- und Methodenworkshop für Jugend(-sozial)arbeit und Schule.

13. März 2020 in Nürtingen

Bei der Suche nach der eigenen Identität geht es darum, ein individuelles Selbstverständnis zu entwickeln und sich in der sozialen Umwelt zu verorten. Digitale Medien sind wie geschaffen für diesen Prozess.
Heranwachsende suchen während dieser Entwicklung nach entsprechenden Vorbildern, an denen sie sich orientieren können. Populäre Medien sind dabei zentrale Schauplätze, auf denen Jugendliche diesen Vorbildern begegnen: Hier werden Geschlechternormen verhandelt und Werturteile formuliert. Wenn diese medialen Zuschreibungen vielfältig und tolerant oder im Gegenteil einschränkend und stereotyp sind, hat das Einfluss auf die freie, individuelle Identitätsbildung der Jugendlichen.
Dieser Workshop will dieses Dilemma aufgreifen und Fachkräfte der Jugend(-sozial)arbeit und Jungenarbeit dazu befähigen mit handlungs- und ressourcenorientiertem medienpädagogischen Handeln die Männlichkeitsfindung von Jungen* mit und durch digitale Medien zu bereichern und proaktiv Ressourcen bereitzustellen.

Flyer Digitale Jungs

 

Abgeschlossene Weiterbildungen

VII. Weiterbildung zum Jungenarbeiter* (Beginn: 18. Juni 2018)

Seit fast 10 Jahren bietet die LAG Jungenarbeit gemeinsam mit weiteren Träger*innen (u.a. der Akademie der Jugendarbeit und der Aktion Jugendschutz), eine zertifizierte berufsbegleitende einjährige Weiterbildung zum Jungenarbeiter* an. In 7 zwei- bis dreitägigen Modulen, die von den leitenden Trainern Armin Krohe-Amann und Kai Kabs-Ballbach im Laufe der bisherigen 6 Durchgänge ständig weiterentwickelt worden sind, werden die Teilnehmer* für geschlechterspezifische Fragen in der Arbeit mit Jungen* sensibilisiert und fachlich qualifiziert. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für den VII. Kurs. [ Kontakt | Flyer | Exposé | Interview ]    [Fotogalerie]

Weiterbildung „Pädagogik im Kontext geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Reflexion – Antidiskriminierung – Handlungsfähigkeit“ (I.Kurs: abgeschlossen am: 16.05. 2018)

Ab Dezember 2017 hat die LAGJ in Kooperation mit weiteren Trägern  zum ersten Mal diese innovative  Fortbildung angeboten, die mit dem Zertifikat „Fachkraft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und Antidiskriminierung“ abgeschlossen werden konnte. Im Mittelppunkt der drei Module mit jeweils drei Tagen stand der Dreiklang „Vielfalt & Normativität“ „Diskriminierung & Handlungsfähigkeit“ und „Praxisreflektion & Perspektiventwicklung“. Dazu konnten erfahrene Trainer*innen des Berliner Instituts für Bildung und Forschung Dissens e.V. gewonnen worden. [Flyer]

Weiterbildung „Pädagogisches Handeln mit Tätern* sexualisierter Gewalt“ (I. Kurs: abgeschlossen am 21. 07. 2017)

Sexuelle Übergriffe, seien sie verbaler, physischer oder psychischer Art, sind ein wichtiges, aber oft tabuisiertes Thema der pädagogischen Fachdiskussion. Die Weiterbildung der LAGJ befasst sich daher explizit mit der Zielgruppe sexuell übergriffiger männlicher* Jugendlicher und gibt Fachleuten ein Instrumentarium an die Hand, um wirksam mit jugendlichen Straftätern* zu arbeiten, die sexualisierte Gewalt  angewendet haben. Alle drei Module werden von den erfahrenen Trainern Dr. Reiner Blinkle und Urban Spöttle-Krust geleitet. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für den II. Kurs. [Flyer]            [Fotogalerie]

Weiterbildung „Geschlechterbewusstes Handeln weiblicher* Fachkräfte in der pädagogischen Arbeit mit Jungen*“ (I. Kurs: abgeschlossen am 20. 05. 2016)

Die Weiterbildung der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit BW richtete sich erstmals explizit an weibliche* Fachkräfte unterschiedlicher pädagogischer Arbeitsfelder. In vier Modulen von jeweils 2 bzw. 3 Tagen wurde den Teilnehmerinnen* die Möglichkeit gegeben, sich Anliegen, Haltung und Arbeitsweisen geschlechterbewusster Arbeit mit Jungen* fundiert anzueignen. Biographische Übungen sowie Methoden für unterschiedliche Settings in der Arbeit mit Jungen* wurden gemeinsam erprobt und auf ihren Einsatz in pädagogischen Handlungsfeldern hin überprüft. Außerdem wurden theoretische Ansätze der Jungenarbeit in geeigneter Form präsentiert und besprochen. Die Weiterbildung fand im Thomashof Karlsruhe statt und wurde von der Akademie der Jugendarbeit, der ajs BW, dem KVJS, der LAG Mädchenpolitik, dem Paritätischen Jugendwerk und der Fachstelle für Jungen- und Männerarbeit PfunzKerle mitgetragen. Abhängig von der Aquise der notwendigen Finanzmittel wird ein II. Kurs stattfinden. [  Flyer | Exposé | Fotogalerie  ]