Fort- und Weiterbildungen

Digitale Jungs! – Genderbewusste Medienpädagogik in der Arbeit mit Jungen* /Jungenarbeit

Ein Praxis- und Methodenworkshop für Jugend(-sozial)arbeit und Schule.

13. März 2020 in Nürtingen

Bei der Suche nach der eigenen Identität geht es darum, ein individuelles Selbstverständnis zu entwickeln und sich in der sozialen Umwelt zu verorten. Digitale Medien sind wie geschaffen für diesen Prozess.
Heranwachsende suchen während dieser Entwicklung nach entsprechenden Vorbildern, an denen sie sich orientieren können. Populäre Medien sind dabei zentrale Schauplätze, auf denen Jugendliche diesen Vorbildern begegnen: Hier werden Geschlechternormen verhandelt und Werturteile formuliert. Wenn diese medialen Zuschreibungen vielfältig und tolerant oder im Gegenteil einschränkend und stereotyp sind, hat das Einfluss auf die freie, individuelle Identitätsbildung der Jugendlichen.
Dieser Workshop will dieses Dilemma aufgreifen und Fachkräfte der Jugend(-sozial)arbeit und Jungenarbeit dazu befähigen mit handlungs- und ressourcenorientiertem medienpädagogischen Handeln die Männlichkeitsfindung von Jungen* mit und durch digitale Medien zu bereichern und proaktiv Ressourcen bereitzustellen.

Flyer Digitale Jungs

Anmeldung

Abgeschlossene Weiterbildungen

VII. Weiterbildung zum Jungenarbeiter* (Beginn: 18. Juni 2018)

Seit fast 10 Jahren bietet die LAG Jungenarbeit gemeinsam mit weiteren Träger*innen (u.a. der Akademie der Jugendarbeit und der Aktion Jugendschutz), eine zertifizierte berufsbegleitende einjährige Weiterbildung zum Jungenarbeiter* an. In 7 zwei- bis dreitägigen Modulen, die von den leitenden Trainern Armin Krohe-Amann und Kai Kabs-Ballbach im Laufe der bisherigen 6 Durchgänge ständig weiterentwickelt worden sind, werden die Teilnehmer* für geschlechterspezifische Fragen in der Arbeit mit Jungen* sensibilisiert und fachlich qualifiziert. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für den VII. Kurs. [ Kontakt | Flyer | Exposé | Interview ]    [Fotogalerie]

Weiterbildung „Pädagogik im Kontext geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Reflexion – Antidiskriminierung – Handlungsfähigkeit“ (I.Kurs: abgeschlossen am: 16.05. 2018)

Ab Dezember 2017 hat die LAGJ in Kooperation mit weiteren Trägern  zum ersten Mal diese innovative  Fortbildung angeboten, die mit dem Zertifikat „Fachkraft für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und Antidiskriminierung“ abgeschlossen werden konnte. Im Mittelppunkt der drei Module mit jeweils drei Tagen stand der Dreiklang „Vielfalt & Normativität“ „Diskriminierung & Handlungsfähigkeit“ und „Praxisreflektion & Perspektiventwicklung“. Dazu konnten erfahrene Trainer*innen des Berliner Instituts für Bildung und Forschung Dissens e.V. gewonnen worden. [Flyer]

Weiterbildung „Pädagogisches Handeln mit Tätern* sexualisierter Gewalt“ (I. Kurs: abgeschlossen am 21. 07. 2017)

Sexuelle Übergriffe, seien sie verbaler, physischer oder psychischer Art, sind ein wichtiges, aber oft tabuisiertes Thema der pädagogischen Fachdiskussion. Die Weiterbildung der LAGJ befasst sich daher explizit mit der Zielgruppe sexuell übergriffiger männlicher* Jugendlicher und gibt Fachleuten ein Instrumentarium an die Hand, um wirksam mit jugendlichen Straftätern* zu arbeiten, die sexualisierte Gewalt  angewendet haben. Alle drei Module werden von den erfahrenen Trainern Dr. Reiner Blinkle und Urban Spöttle-Krust geleitet. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für den II. Kurs. [Flyer]            [Fotogalerie]

Weiterbildung „Geschlechterbewusstes Handeln weiblicher* Fachkräfte in der pädagogischen Arbeit mit Jungen*“ (I. Kurs: abgeschlossen am 20. 05. 2016)

Die Weiterbildung der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit BW richtete sich erstmals explizit an weibliche* Fachkräfte unterschiedlicher pädagogischer Arbeitsfelder. In vier Modulen von jeweils 2 bzw. 3 Tagen wurde den Teilnehmerinnen* die Möglichkeit gegeben, sich Anliegen, Haltung und Arbeitsweisen geschlechterbewusster Arbeit mit Jungen* fundiert anzueignen. Biographische Übungen sowie Methoden für unterschiedliche Settings in der Arbeit mit Jungen* wurden gemeinsam erprobt und auf ihren Einsatz in pädagogischen Handlungsfeldern hin überprüft. Außerdem wurden theoretische Ansätze der Jungenarbeit in geeigneter Form präsentiert und besprochen. Die Weiterbildung fand im Thomashof Karlsruhe statt und wurde von der Akademie der Jugendarbeit, der ajs BW, dem KVJS, der LAG Mädchenpolitik, dem Paritätischen Jugendwerk und der Fachstelle für Jungen- und Männerarbeit PfunzKerle mitgetragen. Abhängig von der Aquise der notwendigen Finanzmittel wird ein II. Kurs stattfinden. [  Flyer | Exposé | Fotogalerie  ]