Die Landesarbeitsgemeinschaft Jungen*- und Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V. hat eine neue Stellungnahme veröffentlicht: „Solidarität mit den Opfern des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin“
Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir vom tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erfahren. Unsere Gedanken sind bei der getöteten Person, den Verletzten, ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die diesen Anschlag miterleben mussten.
Als geschlechtsbezogene Fachstelle stehen wir an der Seite queerer Menschen und Communities. Viele queere Menschen sind Teil unserer Arbeit, unserer Netzwerke und unseres Verbandes. Ihre Trauer, ihre Verunsicherung und ihr Einsatz für Freiheit, Vielfalt und Menschenwürde sind auch unsere Anliegen.
Queerfeindliche Gewalt entsteht nicht plötzlich. Destruktive Männlichkeitsbilder, Feindbilder und menschenfeindliche Ideologien können Radikalisierungsprozesse begünstigen und Gewalt legitimieren. Deshalb braucht es neben konsequentem Schutz vor Gewalt vor allem starke Prävention: geschlechterreflektierte Jungen*arbeit, Männer*beratung, Demokratiebildung, Gewaltprävention und Deradikalisierungsarbeit.
Als Fachverband für Jungen*- und Männer*arbeit setzen wir uns dafür ein, dass Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion oder Herkunft sicher, frei und gleichberechtigt leben können. Geschlechter- und diversitätssensible Bildungs- und Präventionsarbeit stärkt junge Menschen darin, menschenfeindliche Ideologien zu erkennen, demokratische Werte zu vertreten und Konflikte ohne Gewalt zu lösen.
Mit unserer Stellungnahme richten wir uns an politische Entscheidungsträger*innen und appellieren: Schützen Sie queere Menschen vor Gewalt. Stärken Sie Prävention. Sichern Sie die Strukturen, die eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ermöglichen.
Die vollständige Stellungnahme steht hier zum Nachlesen und Download bereit:
Für Fragen zur Stellungnahme und zu den Themen Queerfeindlichkeit, Prävention, Demokratiebildung sowie Jungen– und Männer*arbeit stehen wir auch bei Rückfragen gerne via E-Mail zur Verfügung.
E-mail: info@lag-jungenarbeit.de