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22. September 2026
„WTF – FTW – NSFW!“
Digitale Soziale Arbeit als Herausforderung
Gaming und Gender auf Twitch und Discord
22.09.2026 / 10:00-14:00 Uhr / Via Zoom
Beschreibung
Gender wird in digitalen Räumen verhandelt und performiert. Insbesondere junge Menschen setzen sich hier aktiv mit Geschlechterrollen, Sexualität und sexueller Vielfalt auseinander, hinterfragen sie und formen ihre Identitäten. Digitale Spielewelten bieten dafür vielfältige Erfahrungsräume, in denen Nutzende ihre eigene (Geschlechts-)Identität erkunden und sich in der Welt verorten können. Praxisbeispiele sind die Plattformen Discord sowie Twitch: Beide Plattformen bieten originäre Gaming – Bezüge und ermöglichen diverse Sub – und Netzkulturen.
Im Workshop nähern wiruns daher zunächst der Fragen, auf welche Weisen Geschlecht in diesen digitalen Räumen verhandelt wird. Dann zeigen wir wie die Plattformen Discord und Twitch funktionieren und warum sie einen hohen Lebensweltbezug für junge Menschen haben können. Davon ausgehend steht die Frage im Fokus, was es bei Digitaler Sozialarbeit (Digital Streetwork) zu beachten gilt, und wie Digitale Sozialarbeit ganz praktisch in digitalen Räumen platziert werden kann, sodass der Kontakt zur jugendlichen Zielgruppe gelingt.
Inhalte des Workshops
– Einführung in das Thema Digitale Soziale Arbeit (Digital Streetwork)
– Gaming und Gender(-performanz)
– Funktionsweise der Streaming-Plattformen Twitch und Discord
– Praxistipps für die Etablierung von digitalen Angeboten für Jugendliche
– Reflexion und Austausch
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an alle Fachkräfte der Jugendhilfe, Jungen*arbeiter*innen, Fachkräfte der OKJA, Schulsozialarbeiter*innen, Jugendsozialarbeiter*innen die in ihrer täglichen Arbeit mit Jungen* arbeiten. Es können bis zu 25 Personen teilnehmen.
Teilnahmekosten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Referierende

Das Projekt Vi:Real bietet seit 2024 digitales Streetwork auf Twitch und Discord zur Prävention sexualisierter Gewalt sowie sexueller Bildung im Themenfeld Games- und Genderreflexion an.
Projektreferierende Fachpersonen sind Rebecca Nemec und Patrick Herzog vom Verein zur Förderung von Jugendlichen e.V. in Stuttgart.
Digitale Spiele stellen einen wichtigen Teil der Lebenswelt vieler junger Menschen dar. Genau wie in der realen Welt findet auch beim Gaming eine Auseinandersetzung mit Themen wie Sexualität, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, aber auch Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalterfahrungen statt. Für junge Menschen ist die Hemmschwelle, sich Unterstützung bei sexualitätsbezogenen Themen zu holen, oftmals groß. Hinzu kommt, dass die Relevanz von digitalen Spielen als Ort verschiedener Lern- und Aushandlungsprozesse von vielen Erwachsenen und auch Fachkräften verkannt wird.
Förderhinweis
Eine Veranstaltung der LAG Jungen*- & Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V. - gefördert im Rahmen des Projektes „Dranbleiben!“, finanziert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.


Anmeldung
