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30. September 2026
Tagungsort
Haus der Jugendarbeit BW
Haeberlinstr. 1–3, 70563 Stuttgart‑Vaihingen
Datum
Mittwoch, 30. September 2026, 10-17 Uhr
Beschreibung
Wie prägen Social Media, Gaming und KI-Chatbots die Identitätsentwicklung von Jungen* und jungen Männern*? Welche Rolle spielen Online-Phänomene wie Manosphere-Strömungen („Red Pill“, Alpha- und Sigma-Narrative) für Geschlechterbilder, Selbstwahrnehmung und Beziehungen? Und wie wirken digitale Räume auf Erfahrungen von Einsamkeit, Scham oder Kränkungen – verstärkend oder entlastend?
Diese Fortbildung nimmt die digitalen Lebensrealitäten junger Menschen differenziert in den Blick. Sie verbindet fundierte theoretische Einordnungen mit praxisnahen, interaktiven Elementen. Neben einem Überblick über aktuelle Medienphänomene reflektieren wir die eigene Mediennutzung, tauschen Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag aus und entschlüsseln digitale Codes und Trends, die für Jungen* relevant sind.
Im Fokus steht die pädagogische Praxis: Sie erhalten konkrete methodische Impulse, hilfreiche Haltungshinweise und Anregungen für Gespräche und Interventionen. Ziel ist es, Jungen* in ihrer digitalen Sozialisation kompetent zu begleiten, Ressourcen und Potenziale digitaler Medien zu stärken und Risiken wie Isolation, Radikalisierung oder Gewalterfahrungen frühzeitig wahrzunehmen.
Die Fortbildung stärkt Ihre Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Medien – und unterstützt Sie dabei, diese als wichtige Ressource im Leben junger Menschen konstruktiv zu nutzen.
Inhalte
- Social Media, Gaming und Online-Communities –digitale Lebenswelten der Jungen*
- „Manosphere“ und politische Instrumentalisierung von Männlichkeit: Glossar zu Begriffen, Codes und Akteur*innen
- Sensibilisierung für Online-Risiken und deren Prävention: Grooming, Love Bombing, Cyber-Mobbing, Deepfakes, KI-generierte Inhalte
- Reflexion eigener Mediennutzung und spielerische Wissensvermittlung
- Austausch über Chancen und Grenzen digitaler Medien: Austausch, Lernräume, aber auch Isolation und Radikalisierung
- Pädagogische Handlungskompetenzen: Gespräche eröffnen, Haltung reflektieren, Jungen* begleiten, gesunde Mediennutzung fördern
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, familienunterstützender Dienste, Jungen*arbeiter*innen, Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Schulsozialarbeiter*innen, Jugendsozialarbeiter*innen sowie alle, die in ihrer beruflichen Praxis mit Jungen* und jungen Männern* arbeiten.
Teilnahmekosten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Barrierefreiheit & Assistenz
Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, wenn Sie Assistenzbedarfe haben. Wir setzen uns anschließend mit Ihnen in Verbindung.
Sollte eine Teilnahme vor Ort nicht möglich sein ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Hier sind die Teilnahmevoraussetzungen eine stabile Internetverbindung sowie ein Endgerät mit funktionierender Kamera und Mikrophon. Sollten Sie eine Teilnahme via Zoom benötigen geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an.
Referent*innen

Joel Wardenga ist Philosoph (M.A.) und Bildungsreferent für Jungen*arbeit bei der LAGJ*M*BW, tätig in den Bereichen Grundlagen der Jungen*arbeit, diversitätssensiblen Ansätzen sowie Öffentlichkeitsarbeit – er bringt Erfahrungen aus politischer Bildung und Jugendkulturarbeit mit in die Facharbeit ein.

Thobias Pulimoottil ist Sozialforscher und Sozialpädagoge (M.A.) und arbeitet als Bildungsreferent mit Schwerpunkt Empowerment für Jungen* und Männer*, kritische Männlichkeit*, intersektionale Ansätze sowie Gruppen mit Migrations- und Fluchterfahrung; zudem koordiniert er das Projekt Dranbleiben!, das sich mit Einsamkeit junger Menschen beschäftigt.
Information zur Fortbildungsreihe "Dranbleiben!"
Diese Fortbildung ist das dritte Modul der Qualifizierungsreihe „Dranbleiben! – Jungen* und Männer* verstehen: Einsamkeit erkennen, Handeln lernen“.
Jede Einheit kann einzeln gebucht und besucht werden. Für die Teilnahme wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Außerdem ist die Anmeldung für die gesamte Fortbildungsreihe möglich und wird von uns bei Teilnahme an fünf der insgesamt sechs Einheiten mit dem Zertifikat „Dranbleiben-Fachkraft für Jungen*gesundheit“ bescheinigt.
Die Fortbildungsreihe wird fünf weitere und damit insgesamt sechs Module enthalten – zu den Themen Grundlagen der Jungen*arbeit & Prävention von Einsamkeit (Modul 1), Geschlecht, Männlichkeitsanforderungen & pädagogische Praxis (Modul 2), intersektionale Perspektiven (Modul 4), Trauma und Gewalt (Modul 5) sowie Trauma und Gewalt (Modul 5) sowie ihrem Zusammenhang mit (der Prävention von) Einsamkeit.
Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier:
Projektförderung: „Dranbleiben!“ ist ein Projekt der LAG Jungen*– und Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V., finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

