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7. August 2026
Tagungsort
Haus der Jugendarbeit BW
Haeberlinstr. 1–3, 70563 Stuttgart‑Vaihingen
Datum
Freitag, 7. August 2026, 10-17 Uhr
Beschreibung
In dieser Fortbildungseinheit setzen wir uns mit den Zusammenhängen von Gewalt, Traumatisierung und Einsamkeit auseinander und beleuchten deren Bedeutung für die pädagogische Arbeit mit Jungen* und jungen Männern*.
Neben grundlegenden fachlichen Impulsen zu Gewalt- und Traumaerfahrungen steht ein geschlechtersensibler Blick im Mittelpunkt, der spezifische Herausforderungen, Ausdrucksformen und Bewältigungsstrategien von Jungen* und jungen Männern* berücksichtigt. Dabei wird reflektiert, wie gesellschaftliche Männlichkeitsanforderungen den Umgang mit Verletzlichkeit, Rückzug oder Aggression beeinflussen können.
Anhand von praxisnahen Übungen werden typische Dynamiken im pädagogischen Alltag greifbar gemacht und konkrete Interventionsmöglichkeiten erarbeitet. Ziel ist es, Fachkräfte in ihrer Handlungssicherheit zu stärken und Räume zu eröffnen, in denen Jungen* und junge Männer* mit ihren ambivalenten Gefühlen zwischen Stärkeerwartung und innerer Unsicherheit wahrgenommen und begleitet werden können.
Ergänzend werden Handlungsansätze vorgestellt, um pädagogisch angemessen, stabilisierend und beziehungsorientiert auf belastete junge Menschen zu reagieren und Einsamkeit als mögliches Warnsignal wahrzunehmen.
Inhalte
- Grundlagenwissen zu Trauma- und Gewalterfahrungen
- Zusammenhänge von Gewalt, Traumatisierung und Einsamkeit
- Geschlechtersensible Perspektive auf Jungen* und junge Männer* und den Einfluss gesellschaftlicher Männlichkeitsanforderungen
- Ausdrucksformen von Belastung (z. B. Rückzug, Aggression, Risikoverhalten)
- Einsamkeit als mögliches Warn- und Belastungssignal
- Stabilisierende, beziehungsorientierte Handlungsansätze für die pädagogische Praxis
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, familienunterstützender Dienste, Jungen*arbeiter*innen, Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Schulsozialarbeiter*innen, Jugendsozialarbeiter*innen sowie alle, die in ihrer beruflichen Praxis mit Jungen* und jungen Männern* arbeiten.
Teilnahmekosten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Barrierefreiheit & Assistenz
Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, wenn Sie Assistenzbedarfe haben. Wir setzen uns anschließend mit Ihnen in Verbindung.
Sollte eine Teilnahme vor Ort nicht möglich sein ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Hier sind die Teilnahmevoraussetzungen eine stabile Internetverbindung sowie ein Endgerät mit funktionierender Kamera und Mikrophon. Sollten Sie eine Teilnahme via Zoom benötigen geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an.
Referent*innen

Kai Kabs-Ballbach ist Diplom-Pädagoge, Therapeut und Kinderschutzfachkraft. Er ist Geschäftsführer und Projektleiter der LAGJ*M*BW und verantwortet u. a. die Männer*arbeit und das Projekt Männlichkeiten 2.1, die Weiterbildung zur/zum Jungen*arbeiter*in sowie die Finanzverwaltung der Organisation.

Dagmar Preiß ist Sozialwissenschaftlerin (M.A.), Systemische Therapeutin und Coach (SG). Sie ist Geschäftsführerin des Stuttgarter GesundheitsLaden e.V. und verantwortet u.a. die geschlechtsbezogene Gesundheitsförderung und Prävention der Fachstelle Mädchen*gesundheitsladen.
Information zur Fortbildungsreihe "Dranbleiben!"
Diese Fortbildung ist das dritte Modul der Qualifizierungsreihe „Dranbleiben! – Jungen* und Männer* verstehen: Einsamkeit erkennen, Handeln lernen“.
Jede Einheit kann einzeln gebucht und besucht werden. Für die Teilnahme wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Außerdem ist die Anmeldung für die gesamte Fortbildungsreihe möglich und wird von uns bei Teilnahme an fünf der insgesamt sechs Einheiten mit dem Zertifikat „Dranbleiben-Fachkraft für Jungen*gesundheit“ bescheinigt.
Die Fortbildungsreihe wird fünf weitere und damit insgesamt sechs Module enthalten – zu den Themen Grundlagen der Jungen*arbeit & Prävention von Einsamkeit (Modul 1), Geschlecht, Männlichkeitsanforderungen & pädagogische Praxis (Modul 2), sexuelle Vielfalt und sexuelle Bildung (Modul 3), intersektionale Perspektiven (Modul 4) sowie digitalen Lebenswelten und Geschlecht (Modul 6) sowie ihrem Zusammenhang mit (der Prävention von) Einsamkeit.
Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier:
Projektförderung: „Dranbleiben!“ ist ein Projekt der LAG Jungen*– und Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V., finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.


