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23. Oktober 2026
Tagungsort
Haus der Jugendarbeit BW
Haeberlinstr. 1–3, 70563 Stuttgart‑Vaihingen
Datum
Freitag, 23. Oktober 2026, 10-17 Uhr
Beschreibung
In dieser Fortbildung setzen wir uns mit Intersektionalität und der Frage auseinander, wie sich verschiedene Diskriminierungs- und Ungleichheitsverhältnisse überschneiden und verstärken. Wir beleuchten, warum mehrfach betroffene Jungen* und junge Männer* besonders häufig von Rückzug, Überlastung und Einsamkeit betroffen sind und wie gesellschaftliche Diskurse sowie Männlichkeitsanforderungen ihre Reaktionsmuster prägen.
Neben einer Klärung zentraler Begriffe wie Diskriminierung und Privilegien reflektieren die Teilnehmenden eigene Haltungen, Sozialisation und Praxiserfahrungen. Wir arbeiten biografisch und emotionsbezogen zu Angst, Wut, Verzweiflung und Hoffnung und analysieren verschiedene Diskriminierungsformen wie Rassismus, Klassismus, Ableismus, Adultismus und Heterosexismus in Bezug auf jugendliche Lebenswelten.
Im Fokus stehen konkrete Handlungsstrategien: Wie können pädagogische Fachkräfte als Allies agieren? Wie lassen sich Angebote inklusiv und nicht-beschämend gestalten? Wie können Safe, Safer oder Brave Spaces entstehen? Zudem diskutieren wir politische Bildung mit Jungen* zwischen Sensibilisierung und Überforderung und entwickeln Ansätze zur Stärkung von Empathie, Selbstwirksamkeit und Ressourcen – bei den Jugendlichen wie auch bei den Fachkräften selbst.
Inhalte
- Grundlagen: Intersektionalität, Diskriminierung, Privilegien
- Reflexion eigener Haltung, Sozialisation und Praxis
- Einsamkeit, Rückzug und Männlichkeitsanforderungen
- Intersektionen: Rassismus, Klassismus, Ableismus, Adultismus, Heterosexismus
- Allyship und nicht-beschämende Unterstützung
- Inklusive Ausschreibungen und Raumkonzepte (Safe/Safer/Brave Spaces)
- Politische Bildung mit Jungen*: Chancen, Risiken, Selbstwirksamkeit
- Ressourcen- und Empathiearbeit für Fachkräfte
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, familienunterstützender Dienste, Jungen*arbeiter*innen, Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Schulsozialarbeiter*innen, Jugendsozialarbeiter*innen sowie alle, die in ihrer beruflichen Praxis mit Jungen* und jungen Männern* arbeiten.
Teilnahmekosten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Barrierefreiheit & Assistenz
Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, wenn Sie Assistenzbedarfe haben. Wir setzen uns anschließend mit Ihnen in Verbindung.
Sollte eine Teilnahme vor Ort nicht möglich sein ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Hier sind die Teilnahmevoraussetzungen eine stabile Internetverbindung sowie ein Endgerät mit funktionierender Kamera und Mikrophon. Sollten Sie eine Teilnahme via Zoom benötigen geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an.
Referent*innen

Thobias Pulimoottil ist Sozialforscher und Sozialpädagoge (M.A.) und arbeitet als Bildungsreferent mit Schwerpunkt Empowerment für Jungen* und Männer*, kritische Männlichkeit*, intersektionale Ansätze sowie Gruppen mit Migrations- und Fluchterfahrung; zudem koordiniert er das Projekt Dranbleiben!, das sich mit Einsamkeit junger Menschen beschäftigt.

Joel Wardenga ist Philosoph (M.A.) und Bildungsreferent für Jungen*arbeit bei der LAGJ*M*BW, tätig in den Bereichen Grundlagen der Jungen*arbeit, diversitätssensiblen Ansätzen sowie Öffentlichkeitsarbeit – er bringt Erfahrungen aus politischer Bildung und Jugendkulturarbeit mit in die Facharbeit ein.
Information zur Fortbildungsreihe "Dranbleiben!"
Diese Fortbildung ist das dritte Modul der Qualifizierungsreihe „Dranbleiben! – Jungen* und Männer* verstehen: Einsamkeit erkennen, Handeln lernen“.
Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier:
Projektförderung: „Dranbleiben!“ ist ein Projekt der LAG Jungen*– und Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V., finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.


