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22. April 2026
Tagungsort
Haus der Jugendarbeit BW
Haeberlinstr. 1–3, 70563 Stuttgart‑Vaihingen
Datum
Mittwoch, 22. April 2026, 10-17 Uhr
Beschreibung
Einsamkeit ist ein zunehmend relevantes Thema in den Lebenswelten von Jungen* und jungen Männern*. Gesellschaftliche Veränderungen, veränderte Rollenbilder, Leistungsdruck, digitale Sozialräume sowie Marginalisierungserfahrungen wirken sich auf Beziehungen, psychische Gesundheit und Wohlbefinden aus.
Die eintägige Fortbildungseinheit bietet eine fundierte Einführung in die Jungen*- und Männer*arbeit mit besonderem Fokus auf das Thema Einsamkeit. Gemeinsam betrachten wir aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, die sozialen Welten von Jungen sowie die Zusammenhänge zwischen Einsamkeit, Gesundheit, psychischen Belastungen und Krankheit. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf marginalisierten Jungen*, auf Mehrfachbelastungen sowie auf den Konsequenzen für professionelles pädagogisches Handeln.
Neben fachlichem Input steht der praxisnahe Austausch im Mittelpunkt. Ziel ist es, Fachkräfte für Einsamkeitsdynamiken zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Arbeit mit Jungen* und jungen Männern* zu entwickeln.
Inhalte des Workshops
- Grundlagen der Jungen*- und Männer*arbeit
- Gesellschaftliche Entwicklungen und aktueller Stand zum Thema Einsamkeit
- Soziale Welten von Jungen* und jungen Männern*
- Zusammenhänge von Einsamkeit, Jungen*gesundheit und Krankheit
- Marginalisierung, psychische Erkrankungen und Einsamkeit
- Konsequenzen und Ansatzpunkte für pädagogisches Handeln
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, familienunterstützender Dienste, Jungen*arbeiter*innen, Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Schulsozialarbeiter*innen, Jugendsozialarbeiter*innen sowie alle, die in ihrer beruflichen Praxis mit Jungen* und jungen Männern* arbeiten.
Teilnahmekosten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Barrierefreiheit & Assistenz
Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, wenn Sie Assistenzbedarfe haben. Wir setzen uns anschließend mit Ihnen in Verbindung.
Sollte eine Teilnahme vor Ort nicht möglich sein ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Hier sind die Teilnahmevoraussetzungen eine stabile Internetverbindung sowie ein Endgerät mit funktionierender Kamera und Mikrophon. Sollten Sie eine Teilnahme via Zoom benötigen geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an.
Referent*innen

Kai Kabs-Ballbach ist Diplom-Pädagoge, Therapeut und Kinderschutzfachkraft. Er ist Geschäftsführer und Projektleiter der LAGJ*M*BW und verantwortet u. a. die Männer*arbeit und das Projekt Männlichkeiten 2.1, die Weiterbildung zur/zum Jungen*arbeiter*in sowie die Finanzverwaltung der Organisation.

Thobias Pulimoottil ist Sozialforscher und Sozialpädagoge (M.A.) und arbeitet als Bildungsreferent mit Schwerpunkt Empowerment für Jungen* und Männer*, kritische Männlichkeit*, intersektionale Ansätze sowie Gruppen mit Migrations- und Fluchterfahrung; zudem koordiniert er das Projekt Dranbleiben!, das sich mit Einsamkeit junger Menschen beschäftigt.

Joel Wardenga ist Philosoph (M.A.) und Bildungsreferent bei der LAGJ*M*BW, tätig in den Bereichen Grundlagen der Jungen*arbeit, Männlichkeiten, intersektionale und diversitätskompetente Ansätze sowie Öffentlichkeitsarbeit – er bringt Erfahrungen aus politischer Bildung und Jugendkulturarbeit mit in die Facharbeit ein.
Information zur Fortbildungsreihe "Dranbleiben!"
Diese Fortbildung ist das erste Modul der Qualifizierungsreihe „Dranbleiben! – Jungen* und Männer* verstehen: Einsamkeit erkennen, Handeln lernen“.
Jede Einheit kann einzeln gebucht und besucht werden. Für die Teilnahme wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt. Außerdem ist die Anmeldung für die gesamte Fortbildungsreihe möglich und wird von uns bei Teilnahme an fünf der insgesamt sechs Einheiten mit dem Zertifikat „Dranbleiben-Fachkraft für Jungen*gesundheit“ bescheinigt.
Die Fortbildungsreihe wird fünf weitere und damit insgesamt sechs Module enthalten – zu den Themen Geschlecht, Männlichkeitsanforderungen & pädagogische Praxis (Modul 2), sexuelle Vielfalt und sexuelle Bildung (Modul 3), intersektionale Perspektiven (Modul 4), Trauma und Gewalt (Modul 5) sowie digitalen Lebenswelten und Geschlecht (Modul 6) sowie ihrem Zusammenhang mit (der Prävention von) Einsamkeit.
Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier:
Projektförderung: „Dranbleiben!“ ist ein Projekt der LAG Jungen*– und Männer*arbeit Baden-Württemberg e.V., finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.


