20 Jahre LAG Jungenarbeit mit fachlicher Jubiläumsveranstaltung

Am 12. November 2013 feierte die LAG Jungenarbeit gemeinsam mit Vertreter_innen des Sozialministeriums, des Landesjugendamtes (KVJS), der LAG Mädchenpolitik und anderen Partner_innen, Wegbegleiter_innen und Pionieren* der geschlechterbewussten Jungenarbeit ihr 20-jähriges Bestehen.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Vorstellung der Ergebnisse des Projekts „Genderbewusstes Arbeiten mit Jungen. Dabei hatten Kai Kabs-Ballbach, Vorstandsvorsitzender der LAG J, und Rebecca Nowack mit Hilfe eines Online-Fragebogens Schulen und Kitas, sowie Jugendhilfeinstitutionen der Jugend- und Schulsozialarbeit, aber auch freie bzw. verbandliche Träger der Kinder- und Jugendarbeiten auf Einstellungen und Interessenlagen im Kontext geschlechter- und differenzbezogener pädagogischer Arbeit untersucht. Die von beiden vorgestellten Ergebnisse werden in Kürze auch auf unserer Webseite öffentlich gemacht. Dirk Jakobi, Pfunzkerle e.V. Tübingen, und Michael Schirmer, Referent der LAG J, präsentierten eine elektronische Landkarte der Jungenarbeit , die gleichfalls Bestandteil des Projekts war. Darüber hinaus umriss Armin Krohe-Amann, neuer Vorstand der LAG Jungenarbeit, den qualitativen Stand der Fortbildung zum Jungenarbeiter, dessen vierter Durchlauf im kommenden Februar abgeschlossen werden wird.

Jubilaeum

(Talk um Jungs: Michael Schirmer, Referent der LAG J; Lothar Wegner, stv. Geschäftsführer der Aktion Jugendschutz; Ralf Mandel, Diakonische Jugendhilfe Heilbronn; Prof. Heinz Bartjes, FH Esslingen; Dieter Wetter, Stadt Heilbronn; Armin Krohe-Amann, Geschäftsführer Pfunzkerle Tübingen)

Im zweiten Teil der Veranstaltung ließen Gründer und langjährige Pioniere der Jungenarbeit bei einem „Talk auf dem Sofa“ die Geschichte der LAG Jungenarbeit und seines Vorgängers, des Landesarbeitskreises Jungenarbeit, Revue passieren. Unter Moderation von Prof. Heinz Bartjes (FH Esslingen) erzählten Lothar Wegner, heute bei der Aktion Jugendschutz Landesstelle BW (ajs) tätig, Ralf Mandel, Diakonische Jugendhilfe Heilbronn, und Dieter Wetter, Stadt Heilbronn, von der Gründung des LAK Jungenarbeit in der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt und vom Ringen um ein gemeinsames Selbstverständnis und um Positionen der Jungenarbeit. Armin Krohe-Amann berichtete daran anknüpfend von der Erstellung eines Positionspapiers auf Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit. Im Mai 2011 wurden diese Positionen nach intensiven Diskussionen verabschiedet.

Michael Schirmer gab einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und betonte dabei die enge Kooperation mit der LAG Mädchenpolitik.

Zum krönenden Abschluss ließen die Kabarettisten Harald Kienzler und Jakob Nacken (Harry und Jakob), die gerade mit einem 3. Preis vom Deutschen Poetry-Slam zurückgekehrt waren, die Lachmuskeln tanzen. Mit Ausschnitten aus ihrem Programm „Siegertypen“ und freien Improvisationen, warfen sie einen humorvollen Blick auf die vielfältigen Gefühlslagen von Jungen auf ihrem Weg zum Erwachsen-Werden.

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Zuletzt aktualisiert am 19. Dezember 2014